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Geschichte der Hansestadt Wismar

Die Hansestadt Wismar blickt auf eine 780-jährige Geschichte zurück, die geprägt ist durch Kriege, Konflikte und Auseinandersetzungen mit dem mecklenburgischen Fürstenhaus und dem europäischen Ausland. Zum anderen erzählt sie von wirtschaftlicher Blüte und unternehmerischen Zeitgeist, der weit über die Stadtgrenzen hinaus berühmt wurde.

Wichtige Ereignisse

JahrEreignis
1229 Erste urkundliche Erwähnung der Stadt Wismar
1257 Verlegung des Wohnsitzes von Fürst Johann von Mecklenburg nach Wismar
1259  Lübeck, Rostock und Wismar schließen einen Vertrag zur Sicherung ihrer Handelswege. Es beginnt die Zeit der Hanse.
1276 Beginn des Baus der Stadtmauer
1339 Vertrag mit Baumeister Johann Grote über die Vollendung des Chores und den Bau der Marienkirche
1380 Der Name des Seeräubers Klaus Störtebecker taucht in einem städtischen Gerichtsbuch auf 
1381  Beginn des hochgotischen Neubaus am Chor von St. Nikolai
1404  Beginn des hochgotischen Neubaus am Turm von St.Georgen
1524/25 Einführung der Reformation in Wismar 
1553/55 Bau des Neuen Hauses des Fürstenhofs im Stil der Renaissance 
1569 Baubeginn des Schabbellhauses an der Schweinsbrücke 
1580 Bau der Wasserkunst auf dem Marktplatz
1632 Einnahme der Stadt durch schwedische Truppen. 
1648 Die "Stadt und Herrschaft Wismar" fällt durch den Friedensschluß von Osnabrück an Schweden.
1653  Das Königlich-Schwedische Tribunal wird als oberster Gerichtshof für alle Besitzungen Schwedens auf deutschem Boden im Fürstenhof eingerichtet.
1675 Belagerung durch dänische, brandenburgische und kaiserliche Truppen. Wismar kapituliert.
1672 - 1700  Ausbau Wismars zur  größten Festung Europas mit 18 Bastionen, 9 Ravelins und 2 Zitadellen sowie 700 Kanonen. Die Insel Walfisch erhält ein Fort.
1690 Bau des Provianthauses am heutigen Lindengarten. 
1700 Bau des Zeughauses nach der Pulverturmexplosion (1699)

April 1716 Schweden muß die Herrschaft über Wismar während des Nordischen Krieges den Hohen Nordischen Alliierten übergeben. 
1717 Die Festungsanlagen werden auf Verlangen der Dänen geschleift. Zitadellen, Bastionen und der Turm auf der Insel Walfisch werden gesprengt. 
1757 Eroberung Wismars durch preußische Truppen im Siebenjährigen Krieg 
1803 In Malmö wird Wismar für 100 Jahre an das Großherzogtum Mecklenburg verpfändet. 
1817 Neubau des Rathauses bis 1819 im Stil des Klassizismus nach Einsturz im Jahre 1807 
1881 Rudolph Karstadt eröffnet ein Tuch-, Manufaktur- und Konfektionsgeschäft in der Krämerstraße 
1893 Gründung der Podeus´schen Waggonbaufabrik 
1903 Das Königreich Schweden verzichtet nach Ablauf der 100 Jahre auf die Einlösung des Pfandes. Wismar wird endgültig dem Herzogtum Mecklenburg eingegliedert.
1908 Gründung der Ingenieur-Akademie 
1941 Gründung der Hanse-Werft an der Koggenoor
1945 Das Gotische Viertel mit Marienkirche, Georgenkirche, Alter Schule und Archidiakonat wird am 14./15.April durch den 12. und letzten Luftangriff im II.Weltkrieg zerstört 
1946 Gründung der Mathias-Thesen-Werft und Wiederaufnahme des Hafenbetriebes 
1960 Sprengung der durch den Krieg beschädigten Marienkirche, bis auf den Turm 
1970 Bau der Sport- und Mehrzweckhalle 
1988 Die 1969 gegründete Ingenieurhochschule erhält den Status einer Technischen Hochschule
1989 Gründung der SPD für die Stadt und den Kreis Wismar
1990 Der Wiederaufbau der Georgenkirche beginnt 
1993 Einweihung der neu erbauten Seebrücke im Seebad Wendorf
2002 Aufnahme der Altstädte Wismars und Stralsunds in die Welterbeliste der UNESCO
2003 100-Jahr-Feier der endgültigen Rückkehr Wismars zum Land Mecklenburg mit Besuch des Reichstagspräsidenten Björn von Sydow
2006 125 Jahre Karstadt (1881 in Wismar gegründet)
2006 777 Jahre Wismar